Einsame Klinge
 

Die Spitze fein, der Rest so glatt. Der Schaft aus Stahl, so macht sie satt. Stillt Blutdurst, stillt die ewige Begier. Wie wildes Tier, ich will zu viel...
In Eleganz ich führ sie fort, nur selten ruht sie an einem Ort. Gleitet durch des Zeiten Meer, Narben Wellen quellen mehr. Strömend fließt das warme Nass, verhüllt den dunklen Todesspass. Dies ist nur Sucht und keine Flucht. Hass und Verzweiflung dringen ein, kummervolles Sein bleibt nicht allein...
Eine schwarze Träne fällt ins Meer, sagt still "Ich leide sehr" und schwimmt im Taumel ihrer Tausendschaft hinfort. An einen fernen Ort, zum vergebend Hort, zu liebend Heim... Ich bin allein...