Sehnsucht
 

In Ewigkeit gebannt dies Trauerspiel, so walte ich es Tag für Tag. Ein Lächelschein flieht über mein Gesicht und entschwindet so schnell er kam. Hier, in dem Meer der Massen, wo Farce an Farce getragen, kaum ein Leben je entdeckt, suche ich nach meinem Wege. Doch mein Lebensdrang war nie allzu große Unterstützung. Verschreckte Gesichter, wallende Leiber und stumme Augen meiden mein Sein und in trauernder Gewohnheit wende ich mich ab von dem, was nie verstehen will. Doch wo das Bilderspiel seine Formen nimmt, ist kein Platz für solche Dinge. Still nur wartet ein alter Geist auf jene die sehend ihn umarmen. Sein Anblick ist ein trauernd Bild und ein jedes ihrer birgt einen tiefen Schmerz. Denn in ihm brennt das Licht der Sehnsucht, reißt an seinen Formen, will ihn sprengen, ihn hinfort bewegen...
Er ist Ich und wie ihm niegesehenen Wahne trage ich sein leidend Bild. Längst dem Leben entsagt, längst den Tod entronnen, weile ich in starren Unvernuft und glaube hier der Weisheit letzter Sinn. Denn dort wo man vorgepresste Bahnen geht, muss ein niemand mit solch Hindernissen rechnen. Doch in den Sekunden der Besinnung jagt ein zittern durch den Leib. Und für den Moment der Hoffnung geb ich den Körper her. In den Flammen wildesten Verlangen, schleudert er sich wild im Raum. Kampf dem Herz und Kampf der Lüge, denn dort wo Liebe herrscht, kann Lust nicht sein...
Bald schon erlischt das Flammenspiel, zerschellt an trüben Dankenwall. Wo es Raum und Zeiten überwinden will, walt der Geist, fernab von dieser Tollheit...
Raum ist nichts und Zeit vergänglich... so glaub der Idealisten Welt. Ein jeder lieb wie ihm gefällt....
Nur jener sehnt, wer Raum verdammt und Zeit verliert. Dort wo Verlangen niemals existiert, wo Treusorge um den anderen regiert, nur dort kann Liebe sich verbreiten und für Ewigkeiten weilen...