Unzucht
 

Nach vielen Nächten dumpfer Qualen lagt mein Leib zerschmettert da. Blutge Striemen zierten Lebensreste, Hauch vom Tode überall. Mit bloßem Atem konnt man spüren, was vernichtend niederging.
Dies war ein Spiel wie jedes andre. Neben mir liegt gierig Weib. Blutverschmiert die jungen Lippen, Blut es ist gar überall. Die Händen ruhen noch an Wundenenden, alter Trieb hat sich gelegt.
In wilden Verlangen wurd sie Bestie, in unheilvollem Geleit wurd sie ein Tier. Die Taten sind gar furchterregend, Nägel trieb sich durch das lebend Fleisch. Tiefe Risse in des Menschen Hüllen warn ihr höchstes Lustgefühl. Taumelnt zwischen all den Leitern, töteten sie jede Lieb. Bisses Spuren und der Schläge Krater warn die letzten Wege ihrer Flucht.
Schon seid Jahren spürt sie das Verlangen, schon seid ewigen Zeiten war sie Opfer dieser Gier. Narben zieren ihren Körper, innerlich herrschen des Todes Wörter. Schlag auf Schlag hat suchend sie entnommen. Blut im Tränenmeer verronnen. Hass und Inbrunst war die Liebe, Angst und Verzweiflung war ihr Heim. Trug und Untat war die Zukunft. Schein und Hoffnunglosigkeit war die Gewähr...
Ich sah sie gehen, folgte ihrem Weg. Im Wald verlor ich ihre Spur. Nacht für Nacht hab ich ein jedes Blatt verkehrt, doch nur Natur und gar nichts mehr. Ich sah viel Blut und viele Tiere. Doch ihre Leiche fand ich nimmer mehr.
Ich such noch heute nach dem Körper...
Ich will noch mehr von dieser Mähr...
Ich opfer all mein Lebensende...
Gebt mir mehr Qual...
Ich sehne sehr....