Weltgedanken
 

Im Fieberwahn des Schmerzenschrei quält sich altes Herz in jeden Schlage. Langsam, schmerzgefüllte Handlungen erfüllen nun dies trauernde Sein und im Lebensleid der Welt verschlossen, bleibt ein Weltenbild anheim. Ruhend jagen alte Augen über Lichterspiele, toten Abglanz nur vom frühen Leben. Hier im Geiste ruht der Schatz, der nie vernommen, schnell genommen und an dem so beklommen alte Schmerzen sich erhängen. Und wie im Wahne schließ ich meine Augen, lass verzerren falsche Welten, lasse leben, lasse sterben, um zu wirren, um zu sein. Seltsam Bilder formen meinen Geiste und wie im Lebensechte verschwindet Sternenschweif am Horizont in Liebestat dahingewand...
Hier zerreißt der Zeitenexistenz und Lebenschlag hört auf zu weilen, ruhend hier im Wahne, zerteilend unsere Sinne wir ergießen in des Ewigkeiten Schmerz. Doch sein jedes Angewand verblast in dieser
Dunkelheit und färbt sich schimmert in der Schwärze, weit zu sehen, wie zum Scherze es uns quält in dieser Freudenstund. Wo die Sinne missen, leben Geister unsrer Zeiten um zu erreichen alte Bahnen, welche viel umschwommen noch heute in den Tagen empor entronnen. Der Beschränktheit alte Formen vergehen hier in allem Sein. Wo die Weltgewalt sich leer ergießend, hoch hinauf entsprießend neue Formen in das Nichts geboren, leben Trauerwesen ihre Welt. Ein jeder denkt, wie er gelernt, ein jeder fühlt, wie es vernommen und denoch hat keiner ihre Schreie wahrgenommen. So liege ich an diesen Ort um zu betrachten
neualte wesen, die in stetgen Handlungen das selbe Tun und andres Wollen. Und wie im Traume schließ ich alte Augen, um zu vergessen neue Taten. Hier entspringt des Übels Qualen und verendet in den Adern unsrer Leiber. Doch von alten Schleichertrauerspiel entreiß ich meinen Geiste und lass die Träume hier passieren. Und wie im Wunder Leere sich in Leere
füllend, neue Bilder sich in meinen Busen stillend, mich erdrücken, mich umgarnen, beginnt das neue Lichterwerk. Vor mir erscheinend in dem Nichts das alles, bildet ihre Formen, umgleiset ihr Sein. Hier fernab der Geisterwesen, wo die Dunkelheit das Dunkle stört, enden meine alten Leiber und genießen ihre letzte Zeit. Denn die Ewigkeit verliert ihr Sein, fließt durch meine Adern, wild und ungestüm mich reißend, ich ihr altes Wesen, wie im Scherzesschrei zerbeißend.
Hier ist der Ort wo Leben seinen Tod betrauert, wo Tod des Lebens längst entrissen, unserem Geiste wiederbringt. Und wie wir in der Starrheit uns bewegen, bilden Schattenspiel blendend Lichterwall.Unser Tastsinn längst genommen, hören wir benommen eigenen Schmerz und wägen andre - wollen leiden, um zu eilen in die Leere. Und um die Leere zu erfüllen schaffen wir das letzte sein aus dieser Welt.
Hoch zum Himmel wir geklommen, tief der Erde Gut entrissen, senken wir im eigenen Horizont des Schwertes Schneide über unser Haupt und hoffen zu verfehlen, was bezielt und Schlag erhofft. Dies ist der Ort, der falschen Namen trägt - Lüge... Leben... Sein...